
Die Ausstellung führt in die Blütezeit der Genie-Verehrung und in die Anfangsphase des modernen Starkults.
Die Ausstellung lädt dazu ein, historische Muster der Verehrung zu erkennen – und zu fragen, warum Geniekult, Starsysteme und Personalisierung bis heute unsere Kultur prägen.
Lang ist die Liste der in dieser Zeit Verehrten aus Vergangenheit und Gegenwart: Shakespeare, Dürer, Friedrich der Große, Napoleon, Goethe, Schiller, Königin Luise, Bismarck, Beethoven, Humboldt, Paganini, Liszt, Schumann, Wagner …
Krisenzeiten, gesellschaftlicher Wandel und Unzufriedenheit beförderten Sehnsüchte nach starken Anführern, Rettern und Vorbildern. Zweifel an Religion und Kirche führten zu „Ersatzheiligen“ aus dem weltlichen Leben.
BOROS hat eine zeitgenössische Reduktion des historischen Kupferstiches als durchgängiges Key Visual entwickelt. Befreit vom Dekorum der Vergangenheit ist die Beziehung zwischen Verehrer und Verehrtem die Grundidee der Kommunikation. So wird gewährleistet, dass historische Phänomene heutig wirken und als zeitgenössisch relevant verstanden werden.
